Marokko

Marrakesch – Zagora Wüste – Essaouira

Salam Aleikum!

Endlich hieß es wieder Koffer packen. Zwar nur für eine Woche aber immerhin raus aus Deutschland. Ein ganz neues Land, sogar ein neuer Kontinent. Zusammen mit meiner Mutter und Schwester ging es nach Marokko, Marrakesch.

Gegen Mitternacht kamen wir am Flughafen von Marrakesch an und wurden von einem Shuttle unserer Unterkunft abgeholt. Wir fuhren durch die engsten Gassen der Altstadt von Marrakesch. Irgendwann hielt unser Fahrer plötzlich an, wir stiegen aus und wurden durch eine kleine dunkle Gasse zu unserer Unterkunft geführt. Der erste Eindruck war schon etwas einschüchternd. Nachts im Dunkeln zu einer unscheinbaren Türe geführt zu werden. Aber als sich diese öffnete wurde wir sehr positiv überrascht. Wir übernachteten in einem Riad, man kann es mit einem Gästehaus vergleichen, und wurden sehr herzlich mit Tee und Gebäck begrüßt. Von außen sind die Riads meist nicht zu erkennen, doch im Inneren verbirgt sich meist ein wunderschöner Innenhof mit freiem Himmel und einer Terrasse.
Während den 2 Tagen die wir in Marrakesch verbrachten erkundeten wir die gesamte Medina, Altstadt, zu Fuß, da unser Riad eine super Lage hatte. Wir schauten uns die alte Koranschule Medersa Ben Youssef an, schlenderten durch den wunderschönen Garten Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent und verirrten uns einige Male beim Bummeln im Gassenlabyrinth der Souks. Auch die beiden Paläste palais el badi und palais el bahia besichtigten wir, wobei uns letzterer mit den zahlreichen Mosaikwänden besonders gut gefiel. Ganz Marrakesch überwältigte uns total. An jeder Ecke gibt es etwas zu bestaunen, vor allem Abends wenn der Platz Djemaa el Fna noch voller und lauter als Mittags wird. Dann rufen nicht nur zahlreiche Orangensaftverkäufer sondern auch die Köche der Essensstände nach dir und wollen dich mit ihrem Charme zu ihrem Stand ziehen.

Nach 2 Tagen impulsive Großstadt ging es weiter. Mit einer kleinen Reisegruppe fuhren wir ca. 3h durch das Atlasgebirge und die Landschaft Marokkos. Wir besichtigten die Weltkulturerbestadt Ait-Ben-Haddou, die schon als Drehort für zahlreiche Filme wie „Gladiator“ oder „Game of Thrones“ diente. Nach weiteren 4h Fahrt kamen wir schließlich in Zagora. Von dort aus hieß es das Auto verlassen und aufs Kamel aufsteigen. 1,5 h ging der mehr oder weniger gemütliche und sehr schaukelige aber definitiv einzigartige Kamelritt durch die doch sehr karge Wüstenlandschaft. Die richtige Wüste erreichten wir erst an unserem Camp. Wir bezogen unsere Zelte und nach der wohl leckersten Tajine auf der gesamten Reise ging es sehr müde ins Bett. Pünktlich zum Sonnenaufgang saßen wir auch wieder auf unseren Kamelen und es ging zurück nach Zagora. Von dort aus wartete wieder ein lange Autofahrt mit immerhin sagenhaften Ausblicken auf die Landschaft Marokkos auf uns. In Marrakesch angekommen ging es für uns noch weiter, den am gleichen Abend fuhren wir nach Essaouira, einer kleinen Küstenstadt.

 

Auch in Essaouira schliefen wir wieder in einem Riad, mit der wohl schönsten Dachterrasse. Essaouira oder besser City of Winds hatte ihren ganz eigenen Charme der uns recht schnell verzauberte. Dennoch kann einem der unglaublich starke Wind einen Strich durch die Rechnung machen wenn man sich an den Strand legen will oder auf der Dachterrasse entspannt frühstücken möchte. Ja die Stadt wäre fast perfekt, wenn der Wind nicht wäre, aber ein Besuch auf jeden Fall wert.

Marokko ist ein faszinierendes Land von dem ich noch viel zu wenig gesehen habe und wohin ich unbedingt noch einmal zurückkommen möchte.

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