Perú – Machu Picchu

05.01.2016 – Was für ein Tag! Atemberaubend und beeindruckend.

Mit meiner ehemaligen Gastschwester und drei ihrer Freunde machten wir uns von Cusco auf den Weg nach Machu Picchu. Um 3 Uhr in der Nacht ging es los. Nach 2 sehr ungemütlichen Stunden Taxifahrt, folgten 1, 1/2h Zugfahrt. Den Zug von Perurail buchten wir vorab und Dann endlich kamen wir im „Pueblo Machu Picchu“ (Agua Calientes) an. Das Dorf liegt im Urubambatal, 1,5 km von Machu Picchu entfernt. Das jetzt erst der anstrengende Teil unserer kleinen Reise zu Machu Picchu folgte, ahnten wir noch nicht…
Die Frage die wir uns stellten „Bus fahren oder laufen“? Leonhard gleich: „wir laufen“ und alle anderen stimmten ein. Warum auch nicht, man spart Geld, sieht mehr von der Natur und kann später stolz sagen, dass man gelaufen ist. Nun tja, dass der Weg zu Machu Picchu aus gefühlt 100.000 Treppenstufen, 2.000 Höhenmetern und drückender Hitze bestand wussten wir nicht. Die „escaleras del muerto“ (wie wir sie tauften) brachten uns alle ganz schön ins schwitzen – dazu muss man sagen dass wir außer einer Banane nichts im Magen hatten und seit 3 Uhr auf den Beinen waren (nicht zu empfehlen). Umso größer war die Freude und Erleichterung als wir endlich oben waren -verschwitzt und erschöpft aber mega stolz und glücklich.

Oben angekommen waren wir erst einmal platt. So viele Eindrücke auf einmal. Menschen aus aller Welt die sich dieses Weltkulturerbe anschauen wollen. Man kann es keinen verübeln. Machu Picchu ist einfach ein magischer Ort! Mit Worten kann ich das Gefühl kaum beschreiben. Ich war bis jetzt wohl erst an sehr wenigen, wenn überhaupt, Plätzen bei denen ich so sprachlos war und den Auslöser meiner Kamera dauerhaft gedrückt hielt. Vor lauter Fotos vergisst man leicht den Ort durch seine eigenen Augen wahrzunehmen.

Dann war der Abstieg angesagt. Die Peruaner entschieden sich für den Bus (6$), da für Ausländer der Preis jedoch doppelt so hoch war, nahmen Leonhard und ich wieder die Treppen – estamos locos? Der Abstieg war zwar nicht halb so schlimm wie der Aufstieg und dank unseres schnellen Tempos waren wir nur 10 min später als Daniela und Co da, aber trotzdem waren wir fix und fertig… Und hungrig. Also suchten wir uns ein nettes Restaurant in dem kleinen Dorf Aguas Calientes / Pueblo Machu Picchu. Bis der Zug zurück fuhr hatten wir noch ein paar Stunden Zeit und so entschieden wir uns noch das schöne Dorf zu erkunden.

Meine Tipps und Empfehlungen für Machu Picchu:

1. Verpflegung. Nehmt euch auf jeden Fall genug Trinken und Essen mit. Nichts schlimmeres als sich ungestärkt auf den Weg nach oben zu machen.
2. Lauft nach oben, nehmt nicht den Bus. Ich kann nur jedem empfehlen die Treppen zu nehmen, also hoch zulaufen. Der Weg ist zwar anstrengend aber er lohnt sich definitiv.
3. Anders als wir es machten, würde ich empfehlen im „Pueblo Machu Picchu“ / Aguas Calientes zu übernachten und dann am nächsten Morgen früh loszulaufen um möglichst als einer der Ersten dort zu sein.
4. Die Zeit genießen! Auch wenn viele andere Touristen da sind, solltet ihr jede Minute genießen, denn wahrscheinlich ist man nur einmal im Leben am Machu Picchu.

Besos Julie

 

 

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